SommerCamp + CM26
eine Einladung der

27. bis 30. August 2026
Frankfurt am Main, Campus Bockenheim
SommerCamp Offener Werkstätten
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Was das SommerCamp ist, wisst ihr ja ;) Zusammenkommen und eine gute Zeit miteinander verbringen. Themen wälzen, Sachen machen, sich gegenseitig inspirieren und Pläne schmieden...dabei zusammen kochen, die Gegend erkunden, chillen und die Welt verändern...hier Nachklapp vergangener Jahre.
Anmeldung: HIER KLICKEN
Inhalt
- Darum geht's
- Ort & Kontext
- Das (vorläufige) Programm
- Übernachtung
- Verpflegung
- Kosten
- Infos zu Barrieren
Critical Making, ein dreitägiges, interaktives Zusammenkommen von und rund um Offene Werkstätten, Makerspaces und kollaboratives Arbeiten.
Neben inspirierenden Talks und inhaltlichem Input steht vor allem das praktische Ausprobieren und gemeinsame Gestalten im Mittelpunkt. Besucher*innen haben die Möglichkeit, neue Welten zu entdecken, aktiv mitzumachen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Gleichzeitig wird bewusst Raum für Austausch, Diskussion und Gemeinschaft geschaffen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Bedeutung von offenen, kollaborativen Räumen sichtbar zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie sie unser Zusammenleben bereichern und einen Beitrag zu einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft leisten können.
Wir laden euch ein, dieses Event aktiv mitzugestalten! Mit einem Open Call haben wir vielfältige kreative Initiativen, Themen und Formate gesammelt. (Einreichungsfrist war der 14. Juni)
Die Konferenz findet zusammen mit dem SommerCamp der Offenen Werkstätten statt. Während in Panels, Gesprächen und Workshops Erfahrungen geteilt und Fragen gemeinschaftlicher Praxis diskutiert werden, wird im Camp gebaut, repariert, gekocht, programmiert und improvisiert. Konferenz und Camp bilden einen gemeinsamen Erfahrungsraum, in dem Diskurs, praktische Arbeit und alltägliches Miteinander ineinandergreifen.
Klimawandel, Ressourcenerschöpfung und wachsende soziale Ungleichheiten stellen bestehende Wirtschafts- und Produktionsweisen grundlegend in Frage. Globale Lieferketten, extraktive Rohstoffnutzung und auf ständige Erneuerung ausgelegte Konsummodelle erzeugen ökologische Schäden, verschärfen Abhängigkeiten und konzentrieren Gestaltungsmacht in den Händen weniger Akteure. Wie wir produzieren, nutzen und erhalten, ist damit keine rein technische, sondern eine gesellschaftliche Frage.
In dieser Situation gewinnen Praktiken an Bedeutung, die auf Reparieren, Wiederverwenden und Selbermachen zielen. Sie stehen für einen Wandel – weg von linearen Verbrauchslogiken hin zu gemeinschaftlich getragenen Formen des Produzierens und Gestaltens.
Solche Praktiken brauchen Orte, an denen Menschen sich begegnen, Wissen teilen und gemeinsam tätig werden können. Offene Werkstätten, Makerspaces und Repair-Initiativen sind solche Räume gemeinschaftlicher Praxis. Hier unterstützen sich Menschen gegenseitig, entwickeln praktische Lösungen für alltägliche Herausforderungen und verbinden technisches und gestalterisches Arbeiten mit sozialen Werten und Teilhabe.
Die Konferenz „critical making“ greift diese gemeinschaftlichen Ansätze auf und bringt Menschen zusammen, die mit Blick auf das Gemeinwohl, praktisch und reflektiert an materiellen, sozialen und technischen Infrastrukturen arbeiten.
Ort & Kontext
Konferenz und Camp finden auf dem Campus Bockenheim in Frankfurt statt – einem Ort, an dem sich historische Debatten um Kritik, Bildung und Praxis mit aktuellen Formen gemeinschaftlicher Kultur- und Infrastrukturarbeit verbinden.
Nach dem Wegzug der Universität ist der Campus zu einem Experimentierfeld gemeinschaftlicher Praxis geworden. Rund um das sich wandelnde Studierendenhaus Frankfurt ist ein lebendiges Netzwerk aus Initiativen sowie Kunst- und Kulturschaffenden gewachsen. Mehrere zentrale Orte des heutigen Kulturcampus wurden durch zivilgesellschaftliches Engagement und Besetzungen vor dem Abriss bewahrt und einer neuen Nutzung zugeführt.
Dazu zählen die Zwischennutzung der Akademie der Arbeit mit der ada_kantine und Ateliers, die Dondorf Druckerei als Ausstellungsort der Schirn Kunsthalle Frankfurt und Aktionsraum zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen sowie die ehemalige Kunstbibliothek als Standort von Vision31. Werkstätten, selbstorganisierte Treffpunkte und Kulturorte wie das Offene Haus der Kulturen, das MakeLab Frankfurt und das selbstverwaltete Café Rabe prägen zusammen mit benachbarten Kultur- und Forschungseinrichtungen das Areal als lebendiges Quartier zwischen Alltag, Wissenschaft, Kunst und Aktivismus.
Initiativen und Engagierte entwickeln den Ort aus dem Bestand weiter und erproben neue Formen des Zusammenarbeitens, des Ressourcenteilens und des gemeinschaftlichen Gestaltens urbaner Räume.
Das (vorläufige) Programm
Donnerstag, 27.08.
- ab 15 Uhr Ankommen
- Mini Lab (Workshop)
- 3D Druck der Anatomie von Klitoris und Penis: Sexuelle Bildung im Makerspace (Workshop mit Marie)
- kollektiv kreativ (interaktiv-gestaltender Workshop mit Martin)
- Start der Bauprojekte
- Prototype Fund (Vortrag von Paul)
- Gleichstellung räumlich kommunizieren. Ein Kultur- und Begegnungsort auf Basis feministischer Gestaltungsprinzipien (Vortrag von Katharina)
- Integrative Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt - Ein Reflexionsversuch (Paneldiskussion vom Mehrweg e.V.)
Freitag, 28.08.
- Gemeinsamer Beginn um 10:00 Uhr
- Fediverse statt Plattformmacht – kommunizieren ohne große Tech-Konzerne (Workshop mit Corinna)
- How to Ink/Stitch: A Pratical Approach to Create Embroidery Art (Workshop mit Moritz und Matteo)
- Forest Stories - Critical Making im Wald (Workshop mit Sara)
- kollektiv kreativ (interaktiv-gestaltender Workshop mit Martin)
- Bauprojekte
- Plans and Plants (Szenario- und Rollenspiel mit Christopher: Durch Verhandlungen, Entscheidungen und gemeinsames Erzählen werden Fragen von Ökologie, Stadtplanung und dem Umgang mit Unsicherheit spielerisch erforscht.)
- Alles nur Schein - Möbeloberflächen aufwerten (Workshop mit Jan)
- 3D-Kunst im öffentlichen Raum (Workshop mit Lucas)
- Exkursion und Erfahrungsaustausch in der Offenen Werkstatt BiBEr* Frankfurt Griesheim zum Thema: Offene Werkstätten außerhalb vom Zentrum? Wie kann das gelingen?!
- workshop matters (Vortrag und Austauschformat über die gesellschaftliche Bedeutung gemeinschaftlich genutzter Werkstätten als Orte des Lernens,
Produzierens und Teilens von Victoria) - Hackerspaces - We All Need Community (Vortrag von Mitch)
- Chancen und Grenzen von Making in der internationalen Katastrophenhilfe (Vortrag von CADUS)
- DAPHNE: Unter Bäumen (Immersive, begehbare Installation aus Video, Sound, Text und Performance)
- Repair Salon (Vorstellung eines Reparaturprojekts für Haushaltsgroßgeräte von Martin)
- ReUseMe - 3D-gedruckte Taschen-Tausch-Stationen
- What android gaming could be exposition (Vortrag von V3)
- Mapping the Unknown - Wissen findet Stadt! Informationen machen gemeinwohlorientierte Stadträume (Dialogische Performance und Mapping-Installation von Paola)
Samstag, 29.08.
- Gemeinsamer Beginn um 10:00 Uhr
- TV-B-Gone: Turn Off TVs and Learn to Solder! (Workshop mit Mitch)
- Wer fühlt sich hier eigentlich wohl? Räume neu denken! (Workshop mit Norah)
- Ich weiß was, was du gleich weißt: ZINE-WORKSHOP (mit Leslie)
- Kollektive Fallberatung - Konflikte in Gruppen gemeinsam reflektieren und neue Lösungsansätze entwickeln (Workshop mit Anjusch)
- Human-Plant-Computer Interaction (ganztägiger Workshop mit Nour)
- Bauprojekte
- Biogarn & gemeinsames Handarbeiten (Workshop mit Meike)
- Sitting with the Tension: Exploring generative Artificial Intelligence (GenAI) and Textile Craft (Workshop mit Pamela)
- BlackMesh - Build your own Messenger & Play the Network (Workshop mit Robert)
- Code Some Noodles - Machine Control as Design Material (mit Peter)
- WeKitchen (Vortrag/Panel mit Über den Tellerrand Frankfurt e.V.)
- Antistalking Haecksen (Vortrag von Bubb und Princess)
- Waag Future Lab (Projektvorstellung von Henk)
- Raum für alle – ohne alle? Initiative Raumkonflikte als Werkstatt für Raumlesarten (mit Lea)
- Kidmos & Kontro (Audiovisuelle Live-Performance, die sich mit dem Wandel urbaner Räume und dem Verlust städtischer Identität auseinandersetzt)
- Synthesizer-Workshop + Party (Abendprogramm)
Sonntag, 30.08.
- Schweißlaser in einer Offenen Werkstatt - braucht man das? (Workshop mit Joris)
- Glasschmuck mit dem Brenner (Workshop mit Jennifer)
- Raum für Bewegung _ Bewegung für Raum (Workshop mit Merle, Nicki und Jonas)
- Abschluss der Bauprojekte
- Aufräum-Party
Übernachtung
Die Uni-Mühlen mahlen leider sehr langsam und es ist noch nicht sicher, ob wir campen dürfen. Eine Bettenbörse ist in Arbeit. Damit wird es die Möglichkeit geben, privat kostenlos unterzukommen. Infos dazu kommen demnächst. Bald gibt es hier zudem Infos zu Hostels.
Verpflegung
Die Verpflegung ist für alle Teilnehmenden kostenlos. Es wird leckeres vegan-vegetarisches Essen geben. Beim Kochen und Pizzabacken packen wir wieder alle gemeinsam an. Essensunverträglichkeiten könnt ihr im Anmeldungsformular angeben.
Kosten
Die Teilnahme, Übernachtung im eigenen Zelt/Auto und Verpflegung ist für alle Teilnehmenden kostenlos. Softdrinks und alkoholische Getränke könnt ihr vor Ort zu fairen Preisen erwerben.
Wenn ihr zu dem Programm beitragt, erstatten wir euch die Reisekosten, falls ihr das wünscht. Und auch die Erstattung der Kosten für eine Unterkunft ist bei Bedarf möglich.
Und auch für alle anderen möchten wir die Teilnahme ermöglichen: Falls ihr finanzielle Hürden habt, ist eine (teilweise) Übernahme der Reisekosten möglich. Sprecht Anjusch dafür an.
Infos zu Barrieren
Die Veranstaltung findet über verschiedene Gebäude verteilt statt:
Offenes Haus der Kulturen
Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main
Das Erdgeschoss ist barrierearm zugänglich. Barrierearme Toiletten befinden sich im 1. OG, ein Aufzug ist vorhanden und der Schlüssel für Aufzug und Toilette an der Pforte erhältlich. Ein Leitsystem ist leider nicht vorhanden.
MakeLab – Offene Werkstatt, Makerspace & 3D-Labor
Robert-Mayer-Straße 8, Raum 09
Wir haben leider aufgrund diverser baulicher Probleme keinen barrierefreien Zugang, bemühen uns aber zumindest um einen barrierearmen. Wir befinden uns im Keller, aber auf der Gebäuderückseite gibt es einen Aufzug. Dieser befindet sich jedoch hinter einer Tür, welche leider zum einen immer noch keinen Türtaster hat und zum anderen schwergängig ist. Zudem ist der Flur zugangsbeschränkt bzw. abgeschlossen, in welchem sich der Zugang zum MakeLab via Aufzug befindet. Durch die Entfernung und dicken Wände war es uns bisher nicht möglich hier eine Klingel sinnvoll und erreichbar anzubringen. Uns bleibt daher leider nichts anderes übrig, als anzubieten, sich für draußen zu verabreden oder uns anzurufen, um beim Zugang zu unterstützen. Alternativ kann für eine Zugangshilfe auch der Ordnungsdienst der Universität angerufen werden, allerdings ist uns unklar, ob dieser auch beim Zugang zum Flur unterstützt. Ein Leitsystem ist leider nicht vorhanden.
Café Rabe – Begegnungsraum für eine solidarische Stadt von Unten
Jordanstraße 3
Das Café Rabe ist leider baulich alles andere als barrierefrei. Sowohl ist der Zugang über drei Treppenstufen, als auch die Toiletten im Keller. Der Seminarraum ist 1. OG ist auch nur über ein aufzugloses Treppenhaus zugänglich. Wir planen schon lange an Möglichkeiten und beziehen das insbesondere auch in unsere Planungen für eine umfassende Sanierung nach der Übernahme des Hauses durch uns und das uns angeschlossene Wohnprojekt. Bisher haben wir keine kurz- oder mittelfristig für uns machbaren Optionen gefunden, um etwas an der Situation zu ändern, mit Gründerzeitbauten ist das echt schwierig. Wenn ihr Ideen habt, kommt gerne auf uns zu!
Hörsaalgebäude
Mertonstraße 52-54
Das Gebäude ist barrierearm zugänglich und verfügt über ausreichend dimensionierte Aufzüge. Die Hörsäle sind mit Rollstuhlplätzen ausgestattet, haben allerdings nutzungsbedingt eine Steigung im Raum. Wir versuchen für die Veranstaltungen nur solche Hörsäle zu nutzen, die besser zugänglich sind. Das Gebäude besteht zudem aus zwei Gebäudeteilen, die nicht auf jedem Stockwerk barrierearm verbunden sind. Wir bemühen uns, nur den besser zugänglichen Gebäudeteil zu nutzen. Ein Leitsystem ist leider nicht vorhanden.
Sprachen
Die meisten Beiträge und Workshops werden auf Deutsch oder Englisch stattfinden. Ad hoc-Sprachmittler*innen finden sich meistens für Deutsch, Englisch und Französisch. Sprecht uns an, falls ihr dazu noch Fragen habt oder Gebärdendolmis benötigt.
Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen zum Thema Barrierefreiheit habt, wendet euch an Anjusch.
Kinderprogramm
Ein Kinderprogramm ist dieses Jahr leider nicht vorgesehen.