SommerCamp + CM26

28. Juni 2026
Neues

eine Einladung der

27. bis 30. August 2026

Frankfurt am Main, Campus Bockenheim

SommerCamp Offener Werkstätten

+

 

 

Inhalt

Critical Making, ein dreitägiges, interaktives Zusammenkommen von und rund um Offene Werkstätten, Makerspaces und kollaboratives Arbeiten.

Neben inspirierenden Talks und inhaltlichem Input steht vor allem das praktische Ausprobieren und gemeinsame Gestalten im Mittelpunkt. Besucher*innen haben die Möglichkeit, neue Welten zu entdecken, aktiv mitzumachen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Gleichzeitig wird bewusst Raum für Austausch, Diskussion und Gemeinschaft geschaffen.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Bedeutung von offenen, kollaborativen Räumen sichtbar zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie sie unser Zusammenleben bereichern und einen Beitrag zu einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft leisten können.

Wir laden euch ein, dieses Event aktiv mitzugestalten! Mit einem Open Call haben wir vielfältige kreative Initiativen, Themen und Formate gesammelt. (Einreichungsfrist war der 14. Juni) 

Die Konferenz findet zusammen mit dem SommerCamp der Offenen Werkstätten statt. Während in Panels, Gesprächen und Workshops Erfahrungen geteilt und Fragen gemeinschaftlicher Praxis diskutiert werden, wird im Camp gebaut, repariert, gekocht, programmiert und improvisiert. Konferenz und Camp bilden einen gemeinsamen Erfahrungsraum, in dem Diskurs, praktische Arbeit und alltägliches Miteinander ineinandergreifen.
 

Klimawandel, Ressourcenerschöpfung und wachsende soziale Ungleichheiten stellen bestehende Wirtschafts- und Produktionsweisen grundlegend in Frage. Globale Lieferketten, extraktive Rohstoffnutzung und auf ständige Erneuerung ausgelegte Konsummodelle erzeugen ökologische Schäden, verschärfen Abhängigkeiten und konzentrieren Gestaltungsmacht in den Händen weniger Akteure. Wie wir produzieren, nutzen und erhalten, ist damit keine rein technische, sondern eine gesellschaftliche Frage.

In dieser Situation gewinnen Praktiken an Bedeutung, die auf Reparieren, Wiederverwenden und Selbermachen zielen. Sie stehen für einen Wandel – weg von linearen Verbrauchslogiken hin zu gemeinschaftlich getragenen Formen des Produzierens und Gestaltens.

Solche Praktiken brauchen Orte, an denen Menschen sich begegnen, Wissen teilen und gemeinsam tätig werden können. Offene Werkstätten, Makerspaces und Repair-Initiativen sind solche Räume gemeinschaftlicher Praxis. Hier unterstützen sich Menschen gegenseitig, entwickeln praktische Lösungen für alltägliche Herausforderungen und verbinden technisches und gestalterisches Arbeiten mit sozialen Werten und Teilhabe.

Die Konferenz „critical making“ greift diese gemeinschaftlichen Ansätze auf und bringt Menschen zusammen, die mit Blick auf das Gemeinwohl, praktisch und reflektiert an materiellen, sozialen und technischen Infrastrukturen arbeiten.

Ort & Kontext

Konferenz und Camp finden auf dem Campus Bockenheim in Frankfurt statt – einem Ort, an dem sich historische Debatten um Kritik, Bildung und Praxis mit aktuellen Formen gemeinschaftlicher Kultur- und Infrastrukturarbeit verbinden.

Nach dem Wegzug der Universität ist der Campus zu einem Experimentierfeld gemeinschaftlicher Praxis geworden. Rund um das sich wandelnde Studierendenhaus Frankfurt ist ein lebendiges Netzwerk aus Initiativen sowie Kunst- und Kulturschaffenden gewachsen. Mehrere zentrale Orte des heutigen Kulturcampus wurden durch zivilgesellschaftliches Engagement und Besetzungen vor dem Abriss bewahrt und einer neuen Nutzung zugeführt.

Dazu zählen die Zwischennutzung der Akademie der Arbeit mit der ada_kantine und Ateliers, die Dondorf Druckerei als Ausstellungsort der Schirn Kunsthalle Frankfurt und Aktionsraum zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen sowie die ehemalige Kunstbibliothek als Standort von Vision31. Werkstätten, selbstorganisierte Treffpunkte und Kulturorte wie das Offene Haus der Kulturen, das MakeLab Frankfurt und das selbstverwaltete Café Rabe prägen zusammen mit benachbarten Kultur- und Forschungseinrichtungen das Areal als lebendiges Quartier zwischen Alltag, Wissenschaft, Kunst und Aktivismus.

Initiativen und Engagierte entwickeln den Ort aus dem Bestand weiter und erproben neue Formen des Zusammenarbeitens, des Ressourcenteilens und des gemeinschaftlichen Gestaltens urbaner Räume.

Kosten & Teilnahme

Die Teilnahme an der critical making Konferenz ist kostenlos. Getränke könnt ihr vor Ort zu fairen Preisen erwerben. Eine Anmeldung ist nur für einige der Workshops vorab erforderlich. Infos zur Workshop-Anmeldung gibt's bald hier. 

 

Das (vorläufige) Programm

Die Veranstaltungssprache ist mit DE (deutsch) ENG (englisch) angegeben. 

 

Timetable als PDF

 

Donnerstag, 27.08.

nachmittags:

  • ab 15 Uhr Ankommen
  • Mini Lab - How do we build the We (Workshop mit Carmen Herzog, Heinrich-Böll-Stiftung) DE
  • Kulturcampus im Wandel (Offenes Haus der Kulturen gibt eine Führung) DE
  • Start der Bauprojekte (Geo-Dome-Bau) DE/ENG

abends (ab 18:00):

  • Prototype Fund (Vortrag von Paul Robben) DE
  • Hackerspaces - We All Need Community (Vortrag von Mitch Altman) ENG
  • Integrative Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt - Ein Reflexionsversuch (Paneldiskussion vom Mehrweg e.V.) DE

Freitag, 28.08.

vormittags (ab 10:30): 

  • Impuls von PD Dr. Franka Schäfer "Spielplätze für die nächste Gesellschaft" DE
  • How to Ink/Stitch: A Pratical Approach to Create Embroidery Art (Workshop mit Moritz Bösenberg und Matteo Hoeren, FREILab e.V.) ENG
  • Forest Stories - Critical Making im Wald (Workshop mit Sara Reichert, VOW) DE

ganztägig:

  • Bauprojekte DE/ENG

nachmittags (ab 15:00): 

  • Plans and Plants (analoges Multi-Player-Game mit Christopher Krause & Tilman Aumüller) DE
  • Alles nur Schein - Möbeloberflächen aufwerten (Workshop mit Jan, Kunst-Stoffe e.V., Dreh Dein Ding) DE
  • workshop matters (workshop mit Victoria Paeva & Ciorgia Bandiera) ENG
  • Introduction to Modular Synthesizers (Workshop mit PensamentSalvatge) ENG
  • Raum für alle - ohne alle? Initiative Raumkonflikte als Werkstatt für Raumlesarten (Vortrag von Lea Sascha Furbach) DE
  • DI.DAY: Zusammen rebellieren für mehr digitale Souveränität (Björn STaschen, Save Social) DE

abends (ab 19:00):

  • Repair Salon (Vorstellung eines Reparaturprojekts für Haushaltsgroßgeräte von Martin Langlinderer) DE
  • Framework Co-Wiki (Vortrag, Das Habitat Augsburg e.V.) DE
  • Chancen und Grenzen von Making in der internationalen Katastrophenhilfe (Vortrag von Sebastian Jünemann, Victoria Wenzelmann, CADUS) DE
  • What android gaming could be exposition (Vortrag von V3) ENG
  • Mapping the Unknown: Wissen findet Stadt! Informationen machen gemeinwohlorientierte Stadträume (Dialogische Performance und Mapping-Installation von Paola C.D. Wechs)

Samstag, 29.08.

vormittags (ab 10:30):

  • Impuls von Ouassima Laabich
  • TV-B-Gone: Turn Off TVs and Learn to Solder! (Workshop mit Mitch Altman) ENG
  • Wer fühlt sich hier eigentlich wohl? Räume neu denken! (Workshop mit Norah Joskowitz) DE
  • Ich weiß was, was du gleich weißt:  ZINE-WORKSHOP (mit Leslie und Santi) DE
  • Kollektive Fallberatung - Konflikte in Gruppen gemeinsam reflektieren und neue Lösungsansätze entwickeln (Workshop mit Anjusch) DE

ganztägig:

  • Human-Plant-Computer Interaction (Workshop mit Nour vom Trinity College Dublin) ENG
  • Bauprojekte (Geo-Dome)

nachmittags (ab 15:00):

  • Mitgliederbeiträge solidarisch gestalten (Workshop für VOW-Mitglieder) DE
  • Biogarn & gemeinsames Handarbeiten (Workshop mit Meike Seus) DE
  • Sitting with the Tension: Exploring generative Artificial Intelligence (GenAI) and Textile Craft (Workshop mit Pamela Nelson) ENG
  • 3D Druck der Anatomie von Klitoris und Penis: Sexuelle Bildung im Makerspace (Workshop mit Marie, heart of code) DE
  • BlackMesh - Build your own Messenger & Play the Network (Workshop mit Robert Bogs) DE
  • Code Some Noodles - Machine Control as Design Material (Vortrag von Peter Bogs) ENG

abends (ab 19:00):

  • WeKitchen (Projektvorstellung mit Akpene Gbogbo und Jonathan Radetz) DE
  • Antistalking Haecksen (Vortrag von Bubb) DE
  • Mesh-Netzwerke und Open-Source-Satellitentechnologien (Projektvorstellung von Waag Futurelab NL) ENG
  • Schweißlaser in einer Offenen Werkstatt - braucht man das? (Workshop mit Joris Bijkerk) DE
  • Kidmos & Kontro (Audiovisuelle Live-Performance, die sich mit dem Wandel urbaner Räume und dem Verlust städtischer Identität auseinandersetzt)

Sonntag, 30.08.

morgens (ab 10:30):

  • Fediverse statt Plattformmacht – kommunizieren ohne große Tech-Konzerne (Workshop mit Corinna Balkow) DE
  • Exkursion und Erfahrungsaustausch in der Offenen Werkstatt BiBEr* Frankfurt Griesheim zum Thema: Offene Werkstätten außerhalb vom Zentrum? Wie kann das gelingen? DE
  • Glasschmuck mit dem Brenner (Workshop mit Jennifer Leis, VOW) DE
  • Raum für Bewegung _ Bewegung für Raum (Workshop mit Merle, Nicki und Jonas, AStA Sport HfG Offenbach) DE
  • Abschluss der Bauprojekte

mittags/nachmittags (ab 13:00):

  • Aufräum-Party

 

SommerCamp der Offenen Werkstätten

 

Was das SommerCamp ist, wisst ihr ja ;) Zusammenkommen und eine gute Zeit miteinander verbringen. Themen wälzen, Sachen machen, sich gegenseitig inspirieren und Pläne schmieden...dabei zusammen kochen, die Gegend erkunden, chillen und die Welt verändern...hier Nachklapp vergangener Jahre. Dieses Jahr findet das alles gemeinsam mit der critical making Konferenz statt. Das Programm ist das gleiche. Für's SommerCamp anmelden solltet ihr euch, wenn ihr auf dem Campus übernachten möchtet und 2-4 Tage vor Ort seid.

 

Anmeldung: HIER KLICKEN

 

Übernachtung

Die Uni-Mühlen mahlen leider sehr langsam und es ist noch nicht sicher, ob wir campen dürfen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass es kostenlose Schlafmöglichkeiten gibt. Wir hoffen sehr, dass die Uni sich noch zu einer positiven Entscheidung durchringt. Da wir nicht darauf setzen können, haben wir eine Bettenbörse ins Leben gerufen. Über die Campingmöglichkeiten werden wir alle Angemeldeten auf dem Laufenden halten.

Falls ihr mehr Sicherheit benötigt und es euch finanziell möglich ist, empfielt es sich, auf ein Hotel oder Hostel in der Nähe auszuweichen. 

Verpflegung

Kostenlose Verpflegung gibt es für alle Personen, die für das SommerCamp angemeldet sind. Es wird leckeres vegan-vegetarisches Frühstück, Mittags- und Abendessen geben. Beim Kochen und Aufräumen packen wir wieder alle gemeinsam an. Essensunverträglichkeiten könnt ihr im Anmeldungsformular angeben. Nach Möglichkeit werden diese Berücksichtigt.  

Kosten 

Die Teilnahme, Übernachtung im eigenen Zelt/Auto und Verpflegung ist für alle Teilnehmenden des SommerCamps kostenlos. Softdrinks und alkoholische Getränke könnt ihr vor Ort zu fairen Preisen erwerben. 

Wenn ihr zu dem Programm beitragt, erstatten wir euch die Reisekosten, falls ihr das wünscht. Und auch die Erstattung der Kosten für eine Unterkunft ist bei Bedarf möglich. 

Und auch für alle anderen möchten wir die Teilnahme ermöglichen: Falls ihr finanzielle Hürden habt, ist eine (teilweise) Übernahme der Reisekosten möglich. Sprecht Anjusch dafür an. 

 

Infos zu Barrieren

Die Veranstaltung findet über verschiedene Gebäude verteilt statt. Es gibt eine barrierefreie Komposttoilette.

Offenes Haus der Kulturen
Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main

Das Erdgeschoss ist barrierearm zugänglich. Barrierearme Toiletten befinden sich im 1. OG, ein Aufzug ist vorhanden und der Schlüssel für Aufzug und Toilette an der Pforte erhältlich. Ein Leitsystem ist leider nicht vorhanden.

MakeLab – Offene Werkstatt, Makerspace & 3D-Labor
Robert-Mayer-Straße 8, Raum 09

Wir haben leider aufgrund diverser baulicher Probleme keinen barrierefreien Zugang, bemühen uns aber zumindest um einen barrierearmen. Wir befinden uns im Keller, aber auf der Gebäuderückseite gibt es einen Aufzug. Dieser befindet sich jedoch hinter einer Tür, welche leider zum einen immer noch keinen Türtaster hat und zum anderen schwergängig ist. Zudem ist der Flur zugangsbeschränkt bzw. abgeschlossen, in welchem sich der Zugang zum MakeLab via Aufzug befindet. Durch die Entfernung und dicken Wände war es uns bisher nicht möglich hier eine Klingel sinnvoll und erreichbar anzubringen. Uns bleibt daher leider nichts anderes übrig, als anzubieten, sich für draußen zu verabreden oder uns anzurufen, um beim Zugang zu unterstützen. Alternativ kann für eine Zugangshilfe auch der Ordnungsdienst der Universität angerufen werden, allerdings ist uns unklar, ob dieser auch beim Zugang zum Flur unterstützt. Ein Leitsystem ist leider nicht vorhanden.

Café Rabe – Begegnungsraum für eine solidarische Stadt von Unten
Jordanstraße 3

Das Café Rabe ist leider baulich alles andere als barrierefrei. Sowohl ist der Zugang über drei Treppenstufen, als auch die Toiletten im Keller. Der Seminarraum ist 1. OG ist auch nur über ein aufzugloses Treppenhaus zugänglich. Wir planen schon lange an Möglichkeiten und beziehen das insbesondere auch in unsere Planungen für eine umfassende Sanierung nach der Übernahme des Hauses durch uns und das uns angeschlossene Wohnprojekt. Bisher haben wir keine kurz- oder mittelfristig für uns machbaren Optionen gefunden, um etwas an der Situation zu ändern, mit Gründerzeitbauten ist das echt schwierig. Wenn ihr Ideen habt, kommt gerne auf uns zu!

Hörsaalgebäude
Mertonstraße 52-54

Das Gebäude ist barrierearm zugänglich und verfügt über ausreichend dimensionierte Aufzüge. Die Hörsäle sind mit Rollstuhlplätzen ausgestattet, haben allerdings nutzungsbedingt eine Steigung im Raum. Wir versuchen für die Veranstaltungen nur solche Hörsäle zu nutzen, die besser zugänglich sind. Das Gebäude besteht zudem aus zwei Gebäudeteilen, die nicht auf jedem Stockwerk barrierearm verbunden sind. Wir bemühen uns, nur den besser zugänglichen Gebäudeteil zu nutzen. Ein Leitsystem ist leider nicht vorhanden.

Sprachen
Die meisten Beiträge und Workshops werden in Deutscher oder Englischer Lautsprache stattfinden. Ad hoc-Sprachmittler*innen finden sich meistens für Deutsch, Englisch und Französisch. Sprecht uns an, falls ihr dazu noch Fragen habt oder Gebärdendolmis benötigt.

Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen zum Thema Barrierefreiheit habt, wendet euch an Anjusch.

Kinderprogramm
Ein Kinderprogramm ist dieses Jahr leider nicht vorgesehen.